Jagdliche Prüfung in Stribro:

 

 

Die vierbeinigen Teilnehmer der Übungswoche in Stribro:

 

Alice (GP, SchwhK I)  

Amigo (Gast)

Charlie

Charly (Gast, Rettungshund in Ausbildung)

Frieda (JAP) und Cleo (Gast, Friedas Mutter)

King Kong (GP, SchwhK I) 

Jackson (GP)

Ludwig (JAP) 

Mabel (GP)

Percy (GP)

Matylda (SP, GP)

Spencer (Gast) und Rudi (JAP)

Pavarotti (Gast, Bruder von Spencer)

   

   

Rudi’s Jagderlebnisse in den tschechischen Wäldern

Meine Zweibeiner haben schnell bemerkt, dass ich eine ziemlich gute Schnüffelnase habe. Leider hat Frauchen überhaupt kein waidmännisches Gespür und wollte im Zuge einer jagdlichen Übungswoche mit dem Basset Hound Club von Deutschland einiges dazulernen. Also fuhr sie am 3. Oktober 2003 nach Stribro,  um dort mit mir eine Woche ‚Jagdurlaub’ mit lauter netten Langohren zu machen. Der einzige Wehmutstropfen war, dass ich meine großen ‚Bodyguards’ Robin und Camillo nicht mitnehmen durfte. Fand ich nicht so toll, denn die waren bisher immer und überall mit dabei - nun musste ich mich das erste Mal ganz alleine durchschlagen...

Frauchen erzählte mir schon auf der Fahrt, dass wir jede Menge ‚echte’ Bassets treffen würden. Kaum angekommen, lernte ich schon meinen ersten Kumpel kennen -  Jackson, ein gebürtiger Russe – ich fand ihn einfach Klasse!  Es kamen natürlich noch mehr Langohren: Ludwig, Yolanda, Matylda, Charly, Mabel, Percy, Spencer, King Kong und Pavarotti gesellten sich in den nächsten Stunden noch dazu. Diese bunte Truppe wurde noch ergänzt durch Amigo, einem sehr lieben Otterhound und am nächsten Tag kam noch eine sehr gut duftende Lady namens  Alice dazu. Aber damit nicht genug – am Mittwoch kamen noch die beiden Damen Cleo und Frieda, jetzt waren wir aber komplett – eine richtig große Runde jagdbegeisterter Vier- und Zweibeiner!   

Am Samstag gingen wir nach dem Frühstück gleich mal zur ersten ‚Pirsch’ ins Revier. Unter Anleitung von Friedrich, dem netten Herrchen von Amigo, mussten wir erstmal ein paar Runden ‚Bei Fuß’ laufen, uns Ablegen und dann wurde auch noch geschossen – diese Übungen fand ich nicht so toll, wollte doch eigentlich ein paar Rehe und Häschen suchen – aber Frauchen meinte, das gehört einfach dazu und so fügte ich mich meinem Schicksal… Nach diesen ‚Pflichtübungen’ schlug mein kleines Hundeherz bis zum Hals: Ich durfte meine erste Schweißfährte suchen – einfach toll! Am Ende lag sogar noch eine Rehdecke und eine kleine Belohnung – wie im Paradies! Danach gab’s noch eine Steigerung: Ich durfte meine erste Haarwildschleppe suchen – dabei wurde ein totes Kaninchen quer über eine Wiese gezogen und nach dem Kommando ‚such verloren’ durfte ich diese herrliche Spur verfolgen – das Schönste an der ganzen Sache war, dass Frauchen nicht geschimpft hat!  Zum Ende des ersten Übungstages durften wir im Wald ohne Leine nach Wildspuren stöbern – leider bin ich nicht weit gekommen, denn nach 10 Metern stand da auf einmal King Kong, unser Langohr-Boß und wollte mich nicht mehr weitersuchen lassen! Aber ich bekam in den folgenden Tagen noch viele Gelegenheiten, nach Lust und Laune durch den Wald zu stöbern. Die Schießerei war inzwischen auch ganz in Ordnung, denn danach gab’s immer ganz tolle ‚Suchspiele’….  Schöner geht’s nicht!

Nach dem leckeren Mittagessen in unserer Pension (Frauchen hat mir immer ein kleines ‚Probiererle’ aufs Zimmer gebracht!) sind wir eine Runde über die Felder und durch die Wälder spaziert – ein wunderschöner Urlaub für alle lauffreudigen, schnüffelbegeisterten Vierbeiner!

Beim Abendessen blieb ich freiwillig im Zimmer – sobald Frauchen die Türe geschlossen hatte, legte ich mich gemütlich in das große, weiche Bett und erholte mich von dem anstrengenden Tag. Nach dem Abendessen lernte Frauchen noch Einiges dazu: Übungsleiter, Vorstand und jagdlich versierte Teilnehmer erzählten einiges über Hundeerziehung, Jagdsignale, Brüche etc. – man lernt nie aus!

Sonntag bis Mittwoch wurde fleißig weitergeübt – einziger Nachteil war, dass es ständig geregnet hat, besonders die kurzhaarigen Kollegen hatten teils Probleme mit diesem Schmuddelwetter, denn bereits nach einer Stunde waren einige Hunde komplett ‚durchgeweicht’.

Am Mittwoch durfte Matylda ihren Spurlaut unter Beweis stellen: Sie legte erfolgreich ihre Prüfung ab! Am Donnerstag wurden die ersten Zweibeiner schon etwas nervös, denn am Freitag wurden sechs Hunde zur Gebrauchshundeprüfung geführt. Die Aufregung war jedoch nicht nötig – Mabel, Matylda, Alice, King Kong, Jackson und Percy haben alle bestanden!

Samstag war unser Tag! Frieda, Ludwig und ich starteten zur Jagdlichen Anlagenprüfung. Alles verlief reibungslos und auch wir hatten die Prüfung bestanden! Ich hab mich für mein Frauchen auch richtig 'ins Zeug’ gelegt und die volle Punktzahl mit dem Formwert ‚vorzüglich’ erreicht – dafür gab’s gleich noch ein extra Würstchen… bin ich doch der erste in Deutschland gezüchtete Petit Basset mit Jagdrüfung (ich kenne zumindest keinen Zweiten...)

Todmüde aber glücklich reisten wir am Sonntag morgen wieder nach Hause – die Sehnsucht nach meinen großen Freunden Robin und Camillo war schon sehr groß. Sie erwarteten mich auch schon und kaum angekommen, gab es gleich eine schön gefüllte Schüssel frisches Fleisch als Begrüßung – zu Hause ist es doch am Schönsten!

Wir hatten viel Spaß in dieser Woche und möchten uns hiermit nochmals beim BHC und ganz besonders bei Heinz Vogt für die wunderbare Betreuung bedanken!

 Euer Rudi